Stadtteil-Report von Troisdorf (Fotos folgen!)
Teil 4 FWH - Friedrich-Wilhelms-Hütte
Die glorreichen Zwölf
- Troisdorf als größte Stadt im Rhein-Sieg-Kreis besteht aus insgesamt 12 Ortsteilen.
- Rautenberg Media als Verlag und der Rundblick Troisdorf stellen 2026 jeden Ortsteil separat vor.
- Der Autor Werner Müller schlägt beim Text einen Bogen aus der Entstehungs-Geschichte der früher meist selbstständigen Orte über die Gegenwart bis hin zu aktuellen Daten und Fakten des jeweiligen Stadtteils.
- Die Sonderteile sind von Januar 2026 an jeden Monat im Rundblick Troisdorf veröffentlicht worden. Für Leserinnen und Leser, die sich für den jeweiligen Ortsteil oder für alle interessieren, folgen hier Text und eine größere Anzahl von Fotos.
Viel Spaß bei der Lektüre wünscht Ihnen der Rundblick Troisdorf und Autor Werner Müller
Friedrich-Wilhelms-Hütte im Wandel der Zeit
Wer glaubt, mit der 1912 erbauten Schwarzen Kolonie begann „Op de Hött“ alles, der irrt. Denn 1825 gilt als die Geburtsstunde des heutigen Stadtteils FWH. Rautenberg Media und Autor Werner Müller widmen - wie allen 12 Troisdorfer Stadtteilen - der „Hütte“diesen Sonderteil, der von Geschichte, Gegenwart und Wissenswertem handelt.
Stadtteilreport 4: Nach den Altenrather Sandhasen, den Bergheimer Frösch und den Eschmarer Bottermelechs sind nun die „Walzwerkskraden“(Zitat) an der Reihe.
Pardon, aber einen echten Spitznamen haben die Bewohner der Friedrich-Wilhelms-Hütte nicht. Die „Kraden“vom Walzwerk wurden die Arbeiter der Mannstaedt früher nur von böswilligen Auswärtigen genannt. Hier wohnt man schon immer schlicht und einfach „Op de Hött“. Basta.
Friedrich-Wilhems-Hütte: Die Namensgebung Die Hütte und der Name Johann Wilhelm Windgassen - nach dem der schöne Windgassenplatz benannt wurde - sind untrennbar mit der 1825 von Windgassen gegründeten Eisenhütte verbunden. Geschichtlich betrachtet, ist demnach 1825 der Grundstein für den Ortsteil und dessen Namensgebung Friedrich-Wilhelms-Hütte gelegt worden. Der preußische König Friedrich Wilhelm III. erlaubte den Bau des Hüttenwerks. Und das wurde nach seinem Namen benannt. Um das Hüttenwerk herum entstand danach eine Ansiedlung mit Häusern und Schule, die den Namen des Werks übernahm. Das Hüttenwerk wurde übrigens viele Jahre mit der Pferdebahn von Siegburg aus beschickt. Sie führte auch über die später darauf gebaute Kasinostraße.
Mit der Friedrich-Wilhelms-Hütte - forciert durch die Anbindung an die Rheinische Eisenbahn im Jahr 1871 - begann die Industrialisierung in Troisdorf. „Ehe die Dynamit Nobel Werke kamen, war das Hüttenwerk, heute Mannstaedt Werke, schon da,“ erläutert Ortsvorsteher Peter Siegmund stolz.
Historischer Kern: Die schwarze Kolonie Mit Louis Mannstaedt begann 1912 das Erstehen der bemerkenswerten Siedlung. Mannstaedt als Ingenieur und Fachmann für Walzenverformung fusionierte mit der Sieg-Rheinischen-Hütten AG und verlegte sein Walzwerk von Köln-Kalk nach Troisdorf und Menden-Nord. So wurde der Ortsteil Friedrich-Wilhelms-Hütte damals auch genannt, denn er gehörte zur Gemeinde Menden. In der Summe von fast 24 Millionen Mark, die das Verlegen des Walzwerks damals verschlungen haben soll, waren auch Baumaßnahmen für die Arbeiter eingerechnet.
Denn die Mitarbeiter, die von Köln-Kalk zur „Hütte“ umziehen mussten, sollten sich wohl fühlen. Für sie wurde auf der anderen Seite der Bahn eine komplette Wohnsiedlung mit sogenannten „Arbeiter-Häusern“ erbaut. Der spätere Beiname „Schwarze Kolonie“ rührt von den schwarzen Dachziegeln her, die als Charaktermerkmal der Kolonie gelten. Die Erbauer sorgten für bis heute ansehnliche Doppelhäuser, die 1912 eine erstaunliche Wohnqualität boten. Die Häuser stehen in der Regel auf etwa 300 qm großen Grundstücken. Anbauten und Veranden zieren heute noch viele Häuschen. Hinter den Häusern (jedes mit einem Obstbaum) konnten Nutzgärten angelegt und Kleinvieh gehalten werden. Die Wohnfläche lag zwischen 50 und 65 qm. Standard waren eine Toilette im Haus und eine Waschküche. Die Kolonie steht unter Denkmalschutz.
Inzwischen ist aus der früheren Arbeiter-Siedlung eine begehrte Wohngegend für Menschen jüngerer Generationen geworden. Die schönen Gärten und die wohnliche Architektur haben nichts von ihrem Reiz verloren. Der Traum vom eigenen „Häuschen auf der Hütte“ und guter Nachbarschaft ist für viele wahr geworden.
Doch es gibt einen Wermutstropfen. Wie die Königskinder, die durch einen Fluß nicht zueinander fanden, ist die Friedrich-Wilhelms-Hütte heute von ihrem Erbauer und Gründervater sowie dessen Lebenswerk, den Mannstaedt-Werken - stadtteilmäßig getrennt.
Die Louis Mannstaedt-Straße und das ganze Werksareal entlang der Sieg, also alles, was östlich der Bahntrasse liegt und was zum Teil Gleisdreieck genannt wurde, bekam 1999 einen neuen Namen: Troisdorf-West. Statt „Op de Hött“ heißt es dort jetzt „Wigg fott von de Hött“.
Essen auf Rädern Die unmittelbare Nachbarschaft der Friedrich-Wilhelms-Hütte zu den Mannstaedt-Werken führte auch zum heute schon legendären „Essenswagen.“ Um 1940 herum versammelten sich gegen zwanzig vor 12 die Hüttener Frauen auf dem Windgassenplatz. Dabei ein Henkelmännchen, in dem das frisch gekochte Mittagessen für die Männer auf „der Mannstaedt“war. Und man hatte Zeit für ein Schwätzchen. Der Essenswagen kam und sammelte die stärkende Mahlzeit ein und versorgte die Männer pünktlich zur Mittagspause um zwölf Uhr mit der Hausmannskost von daheim. Fein für alle, die in der Tagschicht arbeiteten. Die Männer aus dem damaligen Dreischichtbetrieb mussten sich dagegen mit der Butterbrotdose begnügen. Der Essenswagen hatte eine ausgetüftelte, mit Dampf betriebene Vorrichtung an Bord, die zur Warmhaltung der Speisen diente. Nach dem Krieg endete die Zeit des „Heimcaterings“. Stattdessen brachten die Frauen und auch schon mal die Pänz die Henkelmännchen - meistens mit Eintöpfen - an das Werkstor der Mannstaedt.
Die Hütte und ihre “Grenzen“ Früher war das alles einfach. Da war für Friedrich-Wilhelms-Hütte an der Roncallistraße in Richtung Troisdorf Schluß. Dahinter war nur Ackerfläche sowie zwei Häuser Im Grotten und neuere Mehrfamilienhäuser an der Bonhoefferstraße. Dann wurde dort gebaut. Hochhaus an Hochhaus. Und später der flachere Teil der Blumensiedlung.
Der 2002 fertig gestellte Willy Brandt-Ring, die L332, bildete so die Grenze der Hütte im Norden. Nach Westen endet FWH an der Anfang der 70iger Jahre gebauten Autobahn A 59 und der Saarstraße. Das Solarfeld gehört schon zu Oberlar. Nach Süden bildet seit der kommunalen Neuordnung 1969 die Sieg die natürliche Grenze des Ortsteils.
Durch eine umstrittene Änderung durch die Stadt Troisdorf wurde die Bahntrasse 1999 die Ostgrenze von FWH. Die Mannstaedtwerke, die nach einigen Namens- und Besitzerwechseln heute wieder Mannstaedt GmbH heißt, sowie das Industriegebiet und die RSAG-Müllstationen liegen seitdem im neugeschaffenen Ortsteil Troisdorf-West. Sehr originell ist die Bezeichnung nicht. Denn dieser Teil von Troisdorf West liegt im Osten von Troisdorf.
Neu-Brasilien, Grüne Kolonie und Quartier E² Friedrich-Wilhelms-Hütte ist kartographisch betrachtet fast ein Rechteck. Klar abgegrenzt. Doch innerhalb dieses nur 1,44 qkm großen Stadtteils gibt es - auch bedingt durch die Historie - klar abgegrenzte Wohnsiedlungen und so genannte Kolonien. Mit der Arbeitersiedlung Schwarze Kolonie begann das alles. An der südlichen Seite der Roncallistraße und der Friedrich Ebert-Straße entstanden im Laufe der Zeit einzelne Häuser und Geschäfte. Ein spezielles Thema: Neu-Brasilien. Dazu schrieb Ex-Bürgermeister und frühere Bundestagsabgeordnete Uwe Göllner 2012 im Buch „100 Jahr op de Hött“ sinngemäß, das einige Hüttener Familien angesichts der Situation in Deutschland beschlossen, auszuwandern. Sie hatten alles verkauft und wollten in Brasilien ein neues Leben beginnen. Die Inflation aber war im Herbst 1923 unglaublich hoch. Innerhalb von nur wenigen Tagen verringerte sich der Wert des Geldes so stark, dass der Weg von der Sieg nach Bremerhafen gereicht hatte, um die Träume von der neuen Welt platzen zu lassen. So kehrten die Familien zurück und bauten sie sich ihr „Neu-Brasilien“, wie die Gegend am Ende der Friedrich-Ebert-Straße am Sportplatz auch heute noch genannt wird.
An der Borsigstraße, im Westend und in der Heisenbergstraße bildeten sich später architektonisch eigenständige Siedlungen. Wobei die damals in Troisdorf moderne Flachdach-Bauweise stark das Erscheinungsbild der „neueren“ Hütte dominierte. Und Dachdecker wegen der Reparaturen erfreute. Angrenzend an den Mühlengraben entstand durch Pilger Bau an der Luise-Otto-Straße lang ein stattliches Wohngebiet mit 19 schmucken Häusern und Platz für über 30 Familien. Und wieder mit klassischem Giebeldach.
Als „Grüne Kolonie“ wird die vom Architekten Hans-Werner Piel entworfene, imposante Siedlung an der Fritz Erler-Straße bezeichnet. Die im gleichen Stil erbauten, farblich unterschiedlichen 11 Wohnhäuser zeichnen sich durch eine interessante energetische Versorgung (Erdwärme und Solarzellen) aus. Bei der architektonischen Grundidee mit den aneinander gereihten Häusern, verbunden durch Torbögen, ließ sich Hans-Werner Piel von den „Meisterhäusern“ an der Gersbeckstraße in der Schwarzen Kolonie inspirieren.
Zwischen Roncallistraße und Richtung Willy Brandt-Ring wurden unter dem Label „Blumensiedlung“ fünf Hochhaus-Komplexe errichtet, die eher an Randsiedlungen von Großstädten erinnern. Zwischen den unübersehbaren Hochhäusern findet man die Gladiolenstraße, den Azaleenplatz oder den Lupinenweg.
Zu Füßen dieser Hochhäuser streckt sich der dicht besiedelte und wohnlicher anmutende, zweite Teil der Blumensiedlung bis zum Willy Brandt Ring und der Hermann Ehlers-Straße aus. Ortsvorsteher Peter Siegmund, der fast alle Straßen auf der Hütte kennt, merkte im Gespräch an, dass es dort keinen Rosenweg gebe. Meine Vermutung: Im Straßen-Alphabet ist man da noch nicht angekommen. Oder man will Verwechslungen vermeiden. Rund um die 1959 erbaute Herz Jesu-Kirche wurde eine modern gestaltete Wohnsiedlung mit drei Wohnkomplexen und vier Etagen hoch errichtet. Und eine interessant gestaltete, neue Wohnsiedlung findet man an der Mendener Straße und dem Eisenbahnweg.
Gegenüber ragen an der Mendener Straße die Hochbauten um die Straße „Im Grotten«. Sie umringen zwei ältere Häuser, die die über 60 Jahre alt sind. Und die damals völlig alleine von Ackerflächen umgeben mitten im Feld standen. Und nur über einen Feldweg erreichbar waren. Ich kenne das, weil ich da mal gewohnt habe. Wie singt BAP: Verdammt lang her...
An der Marie-Lene-Rödder-Straße, die am Edeka-Einkaufszentrum vorbei führt und der folgenden Friederike-Nadig-Straße und „Am Fuhrtpfädchen“ entsteht das Quartier E². In diesem mit Geothermie (Erdwärme) versorgten, völlig neuen Wohngebiet - wiederum mit Pilger Wohnbau als Bauträger - sind schon einige der insgesamt rund 25 Mehrfamilienhäuser in der Bauphase. Über die Wohnqualität dieser Siedlung lässt sich erst nach Fertigstellung aller Häuser, der Straßen und der Bepflanzung urteilen.
FWH und die Straßennamen „Was sind das für nette Häuschen und schöne Namen“ hört man oft von Besuchern, wenn man etwa durch die Lürmann-, Zeiss- oder Bebelstraße sowie am Windgassenplatz vorbeifährt oder spaziert. Eine Besonderheit von damals und bis heute: Viele Straßen op de Hött sind nach berühmten Personen aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft sowie nach geschätzten Menschen, die auf der Hütte gewirkt haben, benannt.
Von Bessemer bis Thomas: Bei der Namensgebung für die Schwarze Kolonie und andere Ortsteile spielten als Reminiszenz an Louis Mannstaedt zunächst einmal berühmte Menschen aus der Metallverarbeitung und Chemie eine Rolle. So gibt es 19 Straßen und Plätze auf der Hütte, deren Namensgeber (von Bessemer bis Thomas) alle etwas mit der Herstellung und Forschung in der Metallverarbeitung zu tun haben. Beispiele: Lürmannstraße (Eisenhütten-Ingenieur), die Siemensstraße (legendären Erfinder und Gründer von Siemens) und die Kruppstraße (“Hart wie Kruppstahl“). Die Wattstraße erinnert an den englischen Erfinder und Namensgeber der Leistungsangabe in Watt und Kilowatt.
Von Bebel bis Windthorst: „Die rote Hütte“ wurde der Ortsteil früher häufig genannt. Und so verwundert es nicht, dass von den 14 Straßen, die im Ortsteil FWH damals nach Politikern und Personen des öffentlichen Lebens benannt wurden, 10 etwas mit der SPD zu tun hatten. Beispiele: Der kurzzeitige Reichskanzler Friedrich Ebert und der frühere SPD-Fraktionsvorsitzende Fritz Erler. Ob Karl-Kuhn-Platz, Kurt Schumacher-Straße, Otto Wels-Straße oder Robert Müller-Platz, alle waren in der SPD tätig. Aber es gibt auch Ausnahmen: So war Hermann Ehlers, der Patron der Hermann Ehlers-Straße, CDU-Mitglied und Bundestagspräsident. Die Roncallistraße wurde nach Kardinal Angelo Guiseppe Roncalli benannt. Und die Pascalstraße am Mühlengraben erinnert an den französischen Physiker Blaise Pascal, bekannt für seine „kommunizierende Röhren“. Nomen est omen: In der Pascalstraße hat auch das bekannte Installationsunternehmen Stallbaum, das sicher schon in fast jedem Heizungskeller der Hütte tätig war, seinen Sitz.
Thema Namen: In der Langenstraße findet man gleich zwei wichtige Namen vor. Zum einen die Firma Brandschutz Braun. Den Inhaber Hans-Josef Braun kennt die Hütte besser unter Juppie Braun. Er war Jahrzehnte im Karneval aktiv. Für den Brandschutz bietet er Feuerlöscher, auch spezielle gegen Fettbrände, Rauchmelder und sogar Kurse für Feuerlöschung an. Zum anderen übernahm der Zuckerfabrikant Langen im Jahr 1844 die Friedrich-Wilhems-Hütte und die Söhne Emil und Eugen führten sie bis 1895. Geblieben ist die Langenstraße mit ihren typischen Mehrfamilienhäusern.
Gersbeck, die AWO und die Kneipen Wer zur Sieg spaziert, kommt unvermeidlich an der Gersbeckstraße vorbei. Dort kehrte nicht nur die Frau Ludwig jahrelang jeden Tag ihre Straßenecke, da wohnen auch Ortsvorsteher, ehemalige wie Heinz Fischer. Und der aktuelle Peter Siegmund. Der erwarb das Haus über die damals übliche Warteliste und zog 1991 dort ein.
Heinz (BeFi) Fischer wohnt schon seit 1959 dort und schrieb in den Troisdorfer Heften des Heimat- und Geschichtsvereins folgende (in Auszügen) wiedergegebene, aktualisierte Geschichte über die Gersbeckstraße:
Ein Blickfang am Siegufer Als 1922 das Zweifamilienhaus an der Uferstr. Nr. 6, der heutigen Gersbeckstr. Nr. 6, errichtet wurde, waren die Einfamilienhäuser der „Schwarzen Kolonie“ bereits seit zehn Jahren bewohnt. Bauherr der durch Torbögen miteinander verbundenen Gebäudegruppe war die Louis Mannstaedt & Cie AG. Das im Halbrund errichtete Ensemble erweckt bei manchem Passanten einen historischen Eindruck. Speziell die Frage, ob es sich bei der „Anlage“ um ehemalige fürstliche Marställe (fürstliche Pferdestelle) oder Ähnliches handeln würde, muss .verneint werden. Je nach Stimmungslage der Befragten! wird eine solche Richtigstellung auch schon einmal unterlassen.
Das Haus wurde unmittelbar neben einem Flutgraben zwischen Mühlengraben und Sieg erbaut, der in den siebziger Jahren verfüllt wurde. Auf dieser Wiese wird nunmehr seit über 40 Jahren alljährlich das vom Ortsring Hütte organisierte Vatertagsfest gefeiert. Die Gebäude Gersbeckstr. 3-6 wurden als sogenannte Meisterhäuser errichtet, in denen ausschließlich Meister der Mannstaedtwerke mit ihren Familien wohnten. Vermietet wurden die Wohnungen bis zur Privatisierung der Gebäude im Jahre 1980 nur an Beschäftigte der Mannstaedtwerke. Einzige Ausnahme bildete das Haus Nr. 3, dass Pfarrer Franz Wünnenberg bis 1959 wohnte. Im Obergeschoss von Nr. 6 wohnte ab 1938 der spätere Ortsbürgermeister von FWH und letzte Bürgermeister des Amtes Menden, Robert Müller, der von 1975 bis 1984 das Amt des Ortsvorstehers in FWH bekleidete.
Im Dezember 1983 wurden die Häuser Gersbeckstr. Nr. 3-6 unter Denkmalschutz gestellt. Auf Einladung von Bürgermeister Hans Jaax besuchte NRW-Innenminister Herbert Schnoor die Gersbeckstraße und schraubte eigenhändig die Denkmalplaketten an die Gebäude.
Die Häuser wurden mit erheblichem finanziellen und persönlichem Aufwand der Eigentümer so hergerichtet, dass hier in unmittelbarer Nähe zum Siegufer eine für Troisdorf einmalig gestaltete Gebäudegruppe den Blick der Passanten erfreut.
Anmerkung: Der Neubau und die inzwischen erfolgte Lärmsanierung der Eisenbahnbrücke über die Sieg im Rahmen des Neubaus der S-13 sorgte dafür, dass dem verweilenden Betrachter und den Anwohnern der optische und wohnliche Genuss deutlich weniger durch lärmende Züge getrübt wird.
Namensgeber Johann Gersbeck kümmerte sich nach 1945 darum, die 1921 gegründete AWO der Hütte wieder aufleben zu lassen. Denn sie ist die älteste AWO im rheinischen Raum. Heute findet man den AWO Ortsverein F.W.Hütte (Internet: www.awo.huette.de) in der Begegnungsstätte Am Sportplatz 2. Dort trifft man sich montags bis freitags ab 14 Uhr.
Seit 2025 agiert die AWO als Kneipen-Ersatz. Denn die Hütte hat keine mehr.
Unter dem Motto „Die Hütte trifft sich“ finden sich an jedem dritten Dienstag im Monat ab 19 Uhr so um die 15 Hüttener und mehr bei der AWO zum leckeren Kölsch ein. Willkommen sind alle Anwohner.
Das Vlamia (in der früheren VR-Bank und neben Fitness-Hütte Kayser), ist eine moderne Alternative mit rumänischer und Internationaler Küche. Und Öffnungszeiten in der Woche ab 17 Uhr. Als Restaurant hat sich seit 1987 das „Rustica“ etabliert. Mit Neda und Oskar Sucic gibt es seit 14 Jahren nette Inhaber im stilvollen Restaurant an der Mendener Straße. Serviert werden internationale und kroatische Gerichte.. Frühaufsteher treffen sich -wie seit Jahren schon -ein paar Meter weiter werktäglich-in der Bäckerei zum „Meinungsaustausch“. Früher bei Eich, heute bei Bäckerei Hardt. Direkt gegenüber sorgt der Friseur-Salon Let´s Cut für die Umsetzung neuer Frisuren-Trends.
Daimler, Diesel und Suzuki Automarken werden auf der Hütte seltener. Das Autohaus Walterscheidt, einst Toyota- und Daihatsu-Händler, ist eine markenfreie Reparaturwerkstatt. Und im Herbst 2023 endete auf der Roncallistraße die Ära der Firma Heubach. Beim Günter“ konnte man immer mal schnell vorbeischauen, wenn die Batterie streikte oder ein Birnchen kaputt war. Und Helmi Daun versorgte die halbe Hütte mit Suzuki-Automobilen. Servicearbeiten an den zahlreichen Suzuki hat größtenteils der Nissan-Händler Stumpfl auf der Mendener Straße übernommen. Der auf der Hütte wohnende Alexander Stumpf übernahm vor 30 Jahren, also 1996, als KFZ-Meister den Betrieb von seinem Vater Johann. Dieser begann 1976 , also vor 50 Jahren , seine Reparatur- und Verkaufstätigkeit im Stationsweg in Troisdorf. Und zog 1980 zur Mendener Straße. Zunächst wurde die Reparaturhalle gebaut, die Ausstellungshalle für Neuwagen folgte später. Auto Stumpfl war bis 1982 Mazda- und Skoda-Händler. Später wechselte man zur Marke Datsun, die in Nissan umgetauft wurde. Das Autohaus Stumpfl repariert nahezu alle Marken. Im Verkaufsraum findet man auch Fahrzeuge anderer Hersteller mit Tageszulassung und Rabatten bis zu 30 Prozent. NRW-weit liefert Stumpfl seit 2022 seine Ligier-Modelle aus, die mit Führerschein AM sogar von 15jährigen gefahren werden dürfen und etwa 50 km/h schnell sind. Vor so mancher Schule sind sie ein Hingucker.
Richtung Stadtmitte betreibt Andreas Prantl seit 2005 die ARAL-Tankstelle. an der Moselstraße. Die exponierte Lage der Tankstelle und der nahe, Willy Brandt-Ring sorgen für guten Umsatz beim Treibstoff. Und bei dem, was man heute alles an Tankstellen kaufen kann. Der benzininfizierte Inhaber, der bei BMW Hakvoort eine Mechaniker-Lehre absolvierte und die Kfz-Meisterprüfung ablegte leitet die Tankstelle mit integrierterm Werkstatt-Teil. Dort werden Reparaturen an der Mechanik durchgeführt. Reifenwechsel führt das Prantl-Team auch durch. Stammkunden loben die familiäre Atmosphäre von Andreas Prantl und seiner Frau Alexandra.
Zum Serviceangebot gehört eine preiswerte, moderne Waschanlage. Für UPS-Pakete bietet Prantl die Abholung und Einsendung an. Und hinter der Pflegeecke steht eine üppige DHL-Packstation.
Seit 2006 betreibt Andreas Prantl auch die BFT-Tankstelle in Sieglar. dort nutzbare Werkstatt hat er unterverpachtet.
Zwei große Autonamen bleiben der Hütte erhalten: Daimler und Diesel. Die Daimlerstraße -1886 der Erbauer eines der ersten Automobile -findet man im neueren Wohngebiet nahe der Hermann Ehlers-Straße. Nur wenige Meter ist die Dieselstraße in der Kolonie lang. Sie liegt zwischen Langenstraße und dem Windgassenplatz. Rudolf Diesel war Erfinder des Dieselmotors, der weltweit Karriere machte.
Die Bürgermeister von der Hütte Im Laufe der Zeit rekrutierten Menden und ab 1969 die Stadt Troisdorf einige ihrer Bürgermeister aus dem Ortsteil Hütte: Julius Hartzke (1924 bis 1933), Bruno Campe (ab 1939), Robert Müller (1974 bis 1969, Robert Müller-Platz), Hans Jaax (1975 bis 1993), Uwe Göllner (1993 bis 1998) und Klaus-Werner Jablonski (von 2009 bis 2020). 2024 sagte er uns dazu: „Die Hütte ist nicht so eingefahren.Man ist hier flexibler. Es besteht auch mehr die Bereitschaft, sich politisch zu engagieren, etwas zu machen.“Er lebt seit 1987 auf der Hütte.
Geschäftsleben und Handwerker Vom Konsum und „Kaisers Kaffee“ an der Beumerstraße über die Kolonialwarenhändler Frey und Goedderz mit Belieferung ins Haus oder dem Friseur Loock und vielen anderen war über die Jahre in „Alt-Hütte“alles vorhanden. Unvergessen sind der kommunikationsfreudige Lebensmittelhändler Kierdorf und seine Frau, die man alles über die „Hött“fragen konnte. Eines wusste die Kierdorfs 1973 aber auch nicht: Wo denn die Heisenbergstraße sei? In einer Annonce wurde eine schöne Wohnung in dieser Straße angeboten. Ich war interessiert. Doch die Suche war schwierig. Also rein zu Kierdorfs. Doch auch die wussten erstaunlicherweise nichts von der neuen Straße. Erst ein neu aufgelegter Wanderplan von Troisdorf, extra gekauft, zeigte mir, wo die Heisenbergstraße lag: Direkt auf der anderen Straßenseite, vor dem Laden der Kierdorfs. Die Wohnung gefiel mir, aber die Vermieter meinten, es hätte noch eine Frau angerufen, das wollte man abwarten. Meine Entgegnung: „Ich komme um 15 Uhr wieder und nehme die Wohnung. Die findet in dieser Baustelle sonst keiner.“Und so war es. Und so wurde ich Mieter. Und heute - einige Häuser weiter - sind wir wieder und immer noch Heisenberger. Die besten Storys schreibt das Leben.
Unvergessen auch: Die Metzgerei Schiller und der „Koma“-Lebensmittelladen der Familie Berg auf der Friedrich-Ebert-Straße sowie die Bäckerei Roth „In den Hecken«. In der Langenstraße wurde früher von der Bäckerei Richarz Brot gebacken. 1963 komplettierte die Tankstelle Heubach das geschäftliche Angebot auf der Hütte. Heute haben Aldi, Edeka, Penny, Trinkgut und Rossmann die Kaufkraft der inzwischen über 7400 Bewohner der Hütte und der angrenzenden Ortsteile erkannt.
Einen besonderen Service bietet der früher von der Familie Schäfer betriebene Kiosk an der Roncallistraße. Seit September 2023 bedienen das Ehepaar Ahmet und Thalia Hincal zusammen mit Burak Erdogan in stets freundlicher Art die Hüttener Kunden mit Zeitschriften, Kaffee und Getränken, Brot und Brötchen (von der Bäckerei Bröhl). Tabak und Zigaretten (auch als Stange) sind ebenso im Angebot wie Ausdrucke, Kopien und Fax-Versendung. Das Wichtigste jedoch: Durch die Öffnung am Sonntag (8 bis 18 Uhr) und als Post/DHL-Agentur kann man im Kiosk bis 16 Uhr Post und Pakete abgeben (und auch abholen).
Solide und verlässliche Handwerksbetriebe wie die Bauklempnerei Dach Walterscheid, der Sanitär-Installateur Stallbaum oder das Autohaus Stumpfl helfen den Hüttener bei Problemen.
Überregional agiert seit 1963 die Firma Kreft& Röhrig in der Ahrstraße. Sie sind Spezialisten für technisches Hartverchromen, Präzionsschleifen, Polieren und Sandstrahlen (auf Anfrage).
Ärzte, Gesundheit und Fitness Dr. Wiersberg und Dr. Heinrich Rödder sind Arzt-Legenden der Hütte. Vor allem Dr. Heinrich Rödder, der von 1957 bis 1984 die Menschen der Hütte ärztlich betreute und aktiv im Vereinsleben der zahlreichen Vereine mitwirkte, ist vielen Menschen in guter Erinnerung. Im schon erwähnten Buch „100 Jahr op de Hött“ sind herrliche, von Dr. Rödder verfasste Notizen nachzulesen.
Dessen Frau, Marie-Lene, ist der Namensgeber der Marie-Lene-Rödder-Straße.
Um die Gesundheit sorgt sich heute Dr. Elena Bartelmann neben der Glocken-Apotheke von Christoph Merkes in der Hermann Ehlers-Straße. Der liefert nicht nur im Bedarfsfall die Arznei, sondern bietet seit einigen Monaten einen Abholdienst der Medikamente in einem Automat rund um die Uhr an.
Nicht nur der Fitness, sondern auch dem Reha-Sport widmet sich das Team um Julian Kaiser und Nadine Albrecht im Gesundheitszentrum „Fitnesshütte“an der Roncallistraße. Der vom Arzt verschriebene Rehasport mit 50 Anwendungen in 18 Monaten wird nicht nur von erfahrenen Therapeuten betreut, sondern komplett von der Krankenkasse übernommen. Für die digitalüberwachten Fitnessübungen, bei der auf Bildschirmen die korrekte Anwendung der jeweiligen Übung beobachtet werden kann, stehen geschulte Trainer zur Seite. Vor dem Fitness-Programm wird auf Wunsch ein 3D-Scan durchgeführt, bei dem der Körperumfang vermessen und die Haltung analysiert wird. Und es werden Fett- und Muskelanteile eingeschätzt. In der Fitness-Hütte kann man sich auch noch physiotherapeutisch behandeln und die Füße pflegen lassen. Infos dazu bei der Fitnesshütte unter 02241-1239574.
Für schöne und gesunde Zähne sorgt das Team der Zahnarztpraxis „Zahnhütte Troisdorf“ von Nancy Elsner-Eimuth. Die Praxis wurde vor drei Jahren gegründet und sehr geschmackvoll eingerichtet. Modernste Geräte und innovative Behandlungsmethoden sorgen dafür, dass man Diagnosen präzise stellen und Behandlungen schonend und effektiv durchführen kann. Ein Highlight ist ein Scanner, der herkömmliche Abdrücke ersetzt. Dieses digitale Verfahren ist schmerzfrei, schnell und äußerst genau, was den Komfort für die Patienten deutlich erhöht. Zahnreinigung, Tipps für Zahnpflege und eine angenehme Atmosphäre im Team der Zahnhütte sind weitere Merkmale.
Vereine, Ortsring und Feuerwehr Zusammenhalt, gute Nachbarschaft und Bekannte sorgten auf der Hütte frühzeitig für Vereinsgründungen. So kann die AWO, die Arbeiterwohlfahrt Friedrich-Wilhelms-Hütte 2026 ihr 105 jähriges Bestehen feiern. Die Karnevalsgesellschaft „Halt Pool“ gibt es auch schon 94 Jahre. Seit 1934 gibt es das Damenkomitee „Halt Pohl“, (andere Schreibweise!.) „Jong Jemöös“ heißt eine Karnevals-Gemeinschaft Hüttener Mädels, die nun schon über 40 Jahre besteht und stets mit originellen Kostümen auftritt. Der Junggesellenverein Gemütlichkeit 1920 wurde - wie der Name sagt - 1920 gegründet und führt das Maibrauchtum auch in diesem Jahr fort. Gegründet 1932, ist auch der sehr rührige Fußballverein der Hütte, Rot-Weiß-Hütte, schon 94 Jahre aktiv. Seit 2009 kicken die derzeit 17 Teams der Rot-Weißen - die 1. Mannschaft in der Kreisliga A -auf einem Kunstrasenplatz. Erfreulich ist Anzahl von erstaunlichen 13 JuniorenTeams.
Der Ortsring führt Veranstaltungen wie die Prinzenproklamation, den Rosenmontagszug, das Vatertagsfest an der Gersbeckstraße (in diesem Jahr am 14. Mai) oder den Weihnachtsmarkt am 1.Adventssonntag durch.
Thema Feuerwehr: 1989 wurde im damaligen Saal Pfaffendorf die Feuerwehr-Löschgruppe gegründet. Nach einigen Umzügen und Provisorien haben die unentbehrlichen Helfer in der Not 2024 ihr neues Gerätehaus an der Lahnstraße bezogen. Vor wenigen Tagen hat Einheitsführer Salvatore Rizzello beim Tag der Offenen Tür das Haus, das Löschfahrzeug, einen MAN TGM 13.290 mit 289 PS und seine Truppe vorgestellt Erreichbar ist die Löschgruppe FWH im Gerätehaus in der Lahnstraße 14, 53840 Troisdorf Tel. (02241) 16 94 58 4 , E-Mail: fwh@feuerwehr-troisdorf.de und im Internet unter: www.fwh.feuerwehr-troisdorf.de
114 Jahre Kindergarten Parallel zur Werksverlegung an die Sieg wurde 1912 auch sofort eine „Kinderbewahranstalt“, ein Kindergarten gebaut. Am Platanenplatz entstand ein imposantes Gebäude, in dem ein Teil des Nachwuchses der rund 2340 Mitarbeiter der Mannstaedt-Werke „bewahrt“ wurde. Nach einem bewegten Leben ist der Kindergarten heute eine helle, freundliche Kindertagesstätte (KiTa), die ihr 114 jähriges Bestehen feiern kann.
Neben anderen „Kindergärten“ und dem schön hergerichteten Spielplatz am Karl-Kuhn-Platz (Nähe Mühlengraben, Kennzeichen Wasserschlange) ergänzt seit 2022 der von den Franziskanerinnen aus Olpe neu errichtete Kindergarten St. Elisabeth das Angebot in Troisdorf. Er ist für Kinder im Alter von einem Jahr bis zum Schuleintritt ausgelegt. Adresse für Familientransporter mit Navi: Marie-Lene-Rödderstraße Nummer 4.
Der Natur so nah Die Sieg als südliche Ortsgrenze und ihre Fauna und Flora hält für Spaziergänger - viele mit Hunden - täglich neue Aussichten parat. Und Dialoge. Denn die meisten Spaziergänger kennen sich. Und ihre Hunde auch. Wer die Dammwege bis zur Autobahn und weiter bis zum Sieglarer See entlang wandert, der versinkt in der Natur, der Bepflanzung, den im Sommer ungemähten üppig blühenden Wiesen und kann sich an Krähen, Möwen, Wildgänsen, Kormoranen, Tauben (an der A59), Fischreihern und an den Prachtlybellen erfreuen. Und das alles wenige Gehminuten von „de Hött“entfernt. „Schönster Ortsteil von Troisdorf«, nennt Ortsvorsteher Peter Siegmund die Hütte. Scheint wohl zu stimmen.
Text und Dokumentation: Werner Müller
Archiv-Fotos und Infos aus dem Buch „100 Jahre op de Hött“ von Heinz Befi Fischer, Stefanie Göllner, Uwe Göllner, Horst Grundmann, Thomas Ley, Heimat- und Geschichtsverein Troisdorf sowie Peter Siegmund und Vereine.
Aktuelle Fotos: André Rader, VA.MM-Agentur
Krimis aus und über die Hütte Zwei Autoren von der Hütte, die Krimi-Romane mit Lokalkolorit und regionalem Bezug schreiben: Heribert Weishaupt lässt seit Jahren seine Kommissare im Troisdorfer Umfeld ermitteln. Die aktuellen Romane heißen „Wenn das Leben bitter schmeckt“und ganz aktuell: „Lebhafte Träume“ Infos… www.troisdorf-krimi.com.
Bei Margit Müller begann das Schreiben von der Regional-Krimis Anfang 2012. Im Vorfeld des 100jährigen Bestehens der Schwarzen Kolonie fragte Helmi Daun nach journalistischer Mitarbeit für das Fest im August 2012. Und daraus entstand auch der pünktlich zum Fest fertig gestellte Roman „Ein Häuschen auf der Hütte“. Die Handlung mit einer Übersetzerin, die eine Haus-Hälfte in der Schwarzen Kolonie erbt, wurde regional zu einem Bestseller: Die Hütte hatte ihren eigenen Krimi. Ein Roman über den zeitweise verwaisten Michaelsberg in Siegburg folgte. Aktuell geht es im Roman „Böse abgestürzt“ um den Drachenfels, aber auch um einen Tatort nahe der Hütte. Infos unter www.mm-verlagsagentur.de. Die Bücher sind auch beim Kiosk Schäfer auf der Hütte erhältlich.
Übrigens: Beide Autoren lassen ihre Bücher bei Rautenberg Media drucken. Infos dazu bei Medienberater André Rader (02241-206407).
Statements 1
„Friedrich-Wilhelms-Hütte ist für mich ein oft unterschätzter Stadtteil. Die Schwarze Kolonie und Mannstaedt stehen für den Ursprung Troisdorfs als Wirtschaftsstandort. Mit dem Neubaugebiet Quartier E² entsteht hier ein ein klimafreundliches Neubaugebiet, das konsequent auf saubere Geothermie setzt. Dazu kommt die direkte Lage an der Sieg und die Nähe zum Sieglarer See - eine besondere Mischung aus Geschichte, Arbeiten und Erholen.“
Alexander Biber, seit 2020 Bürgermeister von Troisdorf
Statement 2
„Als Ortsvorsteher von Friedrich-Wilhems-Hütte, des schönsten Stadtteils von Troisdorf, grüße ich die Leserinnen und Leser des Rundblicks. Der Stadtteil „«Hütte«, so nennen ihn liebevoll seine Bewohner, bildet mit der 1825 erlaubten und 1829 begonnenen Errichtung eines Hüttenwerkes durch J.W. Windgassen die industrielle Keimzelle der heutigen Stadt Troisdorf. Seit 1969, der Eingliederung in Troisdorf, hat sich der Stadtteil bevölkerungsmäßig verdoppelt. Auf der Hütte lässt sich gut leben. Diverse Supermärkte und Geschäfte versorgen auch benachbarte Troisdorfer Stadtteile. Die verkehrsmäßig gute Anbindung nach Köln, Bonn und den Flughafen erfolgt über Autobahn und Schiene. Zudem gibt es einen eigenen Bahnanschluß.
Zuhause grenzt das Naturschutzgebiet „Untere Sieg“an unseren Stadtteil und ist ein ideales Wander- und Naturerlebnis. Ergänzt wird das Freizeitangebot durch Stadtteilpark, Abenteuer-Spielplatz und Sportangebote wie Tennis, Fussball, Box- und Schießsport. Ein funktionierender Ortsring ergänzt das Zusammenleben mit traditionellen Karnevals-, Mai-, Sommer und Kirchenfesten. Die Friedrich-Wilhelms-Hütte - früher konzentriert auf das Stahlwerk und deren Arbeiterschaft –hat sich in den letzten 50 Jahren geöffnet und ist für viele „Neu-Hüttener“geliebte Heimat mit hoher Lebensqualität geworden. Ich habe mir - nicht nur als Ortsvorsteher -vorgenommen, dies zu unterstützen und zu fördern.“
Peter Siegmund, seit der Kommunalwahl 2025 Ortsvorsteher in FWH
Statement 3
„In der ersten Nacht im neuen Heim wurde ich zu einer Schlägerei auf der Friedrich- Ebert-Strasse gerufen. Es gab zwei Verletzte, die ich ärztlich versorgen musste. Zwischenzeitlich erschien auch die Polizei. Dabei hörte ich aus dem Kreise der Kontra-henten die Bemerkung: ‚Welcher Idiot hat denn die Polizei gerufen?‘ Als ich nach Hause kam, erwartete mich meine Frau voller Sorge. Ich erklärte ihr, dass diese Sorge unnötig sei, da ich ja dort gebraucht wurde. Jetzt erfuhr ich, dass sie die Polizei verständigt hatte, in Unkenntnis der ‚Hüttenmentalität’.“
Zitat von Dr. Heinrich Rödder aus dem Buch „100 Jahre op de. Hött“.
Er praktizierte von 1957 bis 1984 auf der Hütte. Er und seine Frau Marie-Lene waren feste, unvergessliche Größen im Ortsleben.
Statement 4 „Bei dem tollen Auftritt des Dreigestirns und der Funken ist es auf der Bühne ein wenig dreckig geworden“. So kündigte Juppie" Braun, wortgewandt wie immer, einen der Redner der traditionell am Freitagabend stattfindenden Prunksitzung im „Hötter Jürzenich«,der Mehrzweckhalle op de Hött an. „Wir bräuchten jemanden, der hier sauber macht.“ Das ließ sich die Putzfrau von Ründeroth (Heinz Baumeister) damals nicht zweimal sagen.
Hans-Josef Braun, in FWH nur Juppie gerufen, 20 Jahre lang Sitzungspräsident der KG Halt Pool und vier Jahre deren Präsident. (Zitate General-Anzeiger)
Statement 5
„Die Hütte ist mehr als nur ein Wohnort – sie ist ein Zuhause für alle und hat eine hohe Lebensqualität, nicht zuletzt dank der Natur direkt vor der Haustür. Was unseren Stadtteil aber besonders macht, ist das menschliche Miteinander, der respektvolle, herzliche Umgang sowie die vielen engagierten Menschen, die sich mit enormem Herzblut in den Vereinen einsetzen. Egal ob bei der AWO, der Löschgruppe, im Brauchtum, im Sport, in Elterninitiativen und Fördervereinen oder auf dem Abenteuerspielplatz – das Engagement all der Ehrenamtlichen op d’r Hött ist gar nicht hoch
genug zu bewerten."
Daniel Engel, stv. Fraktionsvorsitzender und Öffentlichkeitsarbeit der SPD-Fraktion, wohnt in Friedrich-Wilhelms-Hütte
Fakten und Tipps für FWH
Größe/Fläche: 1.44 qkm
Einwohnerzahl (1.1.2026) 7461
Männlich 3745, weiblich 3716
Kontakt Stadt Troisdorf 02241-900-0
Ortsvorsteher: Peter Siegmund
peter.siegmund@t-online.de
Tel. 02241-804346
Feuerwehr
Löschgruppe LG FWH
02241-41060
E-Mail: fwh@feuerwehr-troisdorf.de
Handwerker-Hilfe:
Dächer Dach Walterscheid
02241-41770
mail@dach-walterscheid.de
Sanitär/Heizung Stallbaum GmbH,
02241-803099, info@stallbaum.gmbH
Auto
Autohaus Stumpfl, 02241-804431,
info@nissan24.de
Post/Pakete/DHL (auch sonntags)
Kiosk Schäfer, Fam. Hincal,
Roncallistraße 55,
Tel. 02241-83884
Busverbindung:
Linie 506 der RSVG Troisdorf/Sieglar
10 Haltestellen in FWH
Müllabfuhr RSAG, Abfallkalender nur online
Abfuhr FWH Freitags
E-Ladestationen FWH: Stadtwerke:
Hermann Ehlers-Str.,22;
Am Sportplatz 5a;
Schnellladung: EnBW bei Penny
und am Edeka-Markt